Numerische Optimierungsverfahren werden häufig eingesetzt, um ein System bezüglich eines bestimmten Verhaltens zu optimieren. Bei der Betrachtung einer einzigen Simulationsdisziplin findet man häufig optimale Lösungen, die die Anforderungen aus anderen Disziplinen verletzen. Um die optimale Gesamtlösung zu finden sind dadurch viele Loops und nachträgliche Anpassungen notwendig. Durch eine multidisziplinäre Betrachtung bereits während des Optimierungsprozesses können alle relevanten Systemantworten simultan in der Optimierung berücksichtigt werden. Hierfür ist es notwendig, einen stabilen Simulationsprozess zu definieren, der alle beteiligten Disziplinen berücksichtigt und vollautomatisch ausgeführt werden kann.
Im konkreten Fall geht es um Fragestellungen am Gesamtfahrzeug unter Berücksichtigung von Crash, NVH und Betriebsfestigkeitsgrössen.
In Abstimmung mit den beteiligten Fachleuten für die im Prozess zu berücksichtigenden Simulationsdisziplinen (Crash, NVH, Betriebsfestigkeit) werden zu Beginn die Simulationsmodelle bzgl. der Parametrisierung abgeglichen. Die einzelnen Detailworkflows (pro Disziplin) werden getrennt voneinander aufgebaut und getestet. Am Ende werden die einzelnen Stränge zusammengestellt und ein Gesamtworkflow aufgebaut, der auch in einem verteilten Rechnersystem (Clusterumgebung) lauffähig ist.
Die Beschreibung des Prozesses und Verschaltung der einzelnen Disziplinen ermöglicht eine vollständige Automatisierung der Simulationssequenz. Mit diesem Prozess können jetzt Variantenuntersuchungen oder Optimierungen durchgeführt werden, wobei die Systemantworten aus den unterschiedlichen Disziplinen simultan genutzt werden können.

01.01.10
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