Ein neues Vorderachs-Radbremsenkonzept sollte entwickelt werden, das unter Berücksichtigung heutiger Kundenanforderungen (geringerer Einbauraum, höhere Leistungsanforderungen, „geräuschfreies Bremsen“, Kosten- und Gewichtsreduktion) definiert wurde. Ein weiteres Ziel von TRW war es, eine systematische Methodik zur Strukturoptimierung in Verbindung mit verschiedenen im Einsatz etablierten CAE-Werkzeugen zu finden, im Konzern zu implementieren und durch deren konsequente Anwendung am Beispiel der Neuentwicklung eines Bremsen- und Fahrwerkmoduls zu verifizieren.
Die Optimierungssoftware TOSCA Structure bot mit ihrer Topologie- und Gestaltoptimierung alle Funktionalität zur optimalen Auslegung des neuen Bremskonzepts. TOSCA Structure ist durch die Schnittstellen zu den gängigen FEM- und Lebensdauer-Programmen sehr flexibel, was eine schnelle und einfache Integration in den bestehenden Prozess ermöglichte.
Innerhalb von zwei Jahren wurde mit dem Einsatz von TOSCA Structure ein völlig neues Vorderachs-Radbremsenkonzept realisiert; und bereits der erste Prototyp erfüllte alle Anforderungen. Neben einem bedeutenden Innovationssprung konnten erhebliche Einsparungen bei der Anzahl der Loops und bei physikalischen Tests erreicht werden. Schussendlich wurde die Entwicklungszeit erheblich verkürzt und Kosten in nennenswertem Umfang eingespart. Eine erste Bestellung von einem deutschen Premium Automobilhersteller ist drei Monate nach Entwicklungsende bei TRW Automotive eingetroffen.





24.08.11
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